Werkzeuge zum Puppenmachen

Ich werde immer wieder nach bestimmten Werkzeugen gefragt, die ich zum Puppenmachen verwende und möchte heute deshalb eine kleine Übersicht erstellen, welche Produkte ich benutze, warum und wo ihr sie bekommt.

 

Maschinennadeln

Beim Nähen von Puppentrikot ist es extrem wichtig, die richtigen Nadeln für die Nähmaschine zu benutzen. Sind die Nadeln ungeeignet, entstehen spätestens beim Stopfen der Puppenteile Löcher im Trikot entlang der Naht und das ist wahnsinnig ärgerlich, vor allem, wenn man schon eine Stunde gestopft hat bevor man es bemerkt oder die Löcher überhaupt auftreten.

Es müssen daher Jersey oder Stretchnadeln sein, denn diese Nadeln haben eine abgerundete Spitze, die den Trikotstoff durchdringt ohne ihn zu beschädigen. Eine ideale Dicke ist zwischen 60 und 75.

Ich verwende immer diese Nadeln von Schmetz. Der Vorteil ist, dass alle Nadeln die gleiche Stärke haben - in vielen Packungen bekommt man nämlich eine Mischung von Stärke 60-90 und kann dann nur zwei daraus verwenden. Außerdem sind sie günstiger als zum Beispiel die Nadeln von Prym bei gleicher Qualität.

 

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Meine neue Nähmaschine

Nachdem meine Nähmaschine nun endgültig den Geist aufgegeben hat, habe ich mir eine neue zugelegt. 

Da ich eigentlich nur den Geradeaus- und den Zickzackstich verwende, dachte ich, ich brauche ein einfacheres Modell als das, was ich vorher hatte - eine Pfaff 3820 mit über 70 Zierstichen, die ich in den 10 Jahren, die ich darauf genäht habe, nie gebraucht habe. 

Dafür hat sie, obwohl aus dem hochpreisigen Segment, wirklich viele Zicken gemacht - Stoff eingezogen, blockiert bei zu dicken Stofflagen, Fadenspannung verstellt usw. 

Ich wollte also eine zuverlässige, einfache Maschine mit wenig Schnickschnack, aber hoch leistungsfähigem Motor, die mir jeden Stoff näht, ohne Zicken zu machen.

Nach 2-stündiger Beratung im Hamburger Nähmaschinen-Haus, habe ich mich nun für eine Bernina 530 entschieden. 

Einfacher als die Pfaff ist sie überhaupt nicht - im Gegenteil - und leider auch fast noch mal doppelt so teuer. Offenbar ist es bei Nähmaschinen so, dass mit steigender Qualität und Leistungsfähigkeit auch mehr Schnickschnack dazu kommt. 

Aber dafür erfüllt sie angeblich alle meine Kriterien. 

 

Auf jeden Fall wiegt sie schon mal doppelt so viel wie die alte Pfaff - wohl weil das Innenleben noch zu großen Teilen aus Metall besteht, während alle anderen Hersteller von Haushaltsmaschinen mehr Plastik verwenden. Ich bin jedenfalls sehr gespannt. 

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