Loveboat - Kleider

Kaum zurück aus unserem karibischen Urlaub auf Fehmarn mit Sonne satt, blauem Himmel und nicht ganz so blauer Ostsee, fiel mir gleich der wunderschön sommerliche Loveboat-Stoff in die Hand, der seit einigen Wochen auf meinem Nähtisch liegt.

 

Normalerweise nehme ich immer einen halben Meter, wenn ich Stoffe für Puppenkleider einkaufe, aber weil mir dieser tolle Baumwollstoff so gut gefiel, wollte ich daraus passend zum Puppenkleid ein identisches Kleid für meine Tochter nähen. Gekauft habe ich deshalb diesmal 1,5 meter, und zwar hier.

 

Den Schnitt für das Kleid für meine Tochter habe ich fauler Weise ebenfalls einfach eingekauft - auf Dawanda bei Mariele, es ist das Modell Lillian. 

Der Schnitt fällt meiner Meinung nach eher großzügig aus, die Passform ist aber wunderbar und das Ebook rundum empfehlenswert.

Ich habe es erst in Gr. 128 aus einem anderen Stoff genäht, mich für das Loveboat-Kleid dann für Gr. 122 entschieden und es passt immer noch reichlich.

 

Für das Puppenkleid habe ich das kleinste enthaltene Schnittmuster (Gr. 80) bei 50% ausgedruckt, also halb so groß wie vorgegeben. Dann habe ich an den Seitennähten jeweils 0,5cm weggenommen und an das obere Vorder- und Rückenteil unten 1,5cm angefügt (und am unteren Vorder- und Rückenteil oben 1,5cm weggenommen). Fertig war der Schnitt für eine 40cm große Puppe. 

 

Für den Brustabsatz und den Saum habe ich Pompomband (auch: Bommelband) in zwei Stärken verwendet.

Ich habe vor einiger Zeit einen großen Bestand an Pompombändern für einen Schnäppchenpreis (5m für 1€) ergattert. Und weil es so günstig war, habe ich es gleich in so ziemlich allen Farben des Regenbogens gekauft. Nun bin ich bis an mein Lebensende mit Pompomband versorgt und wahrscheinlich werden alle zukünftigen Puppenoutfits die eine oder andere Bommel irgendwo haben, bis sie mir aus den Ohren heraus kommen - aber so weit ist es noch lange nicht (:

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Über das Vorstellen einer Puppe

Das Nähen einer Stoffpuppe ist eine große Investition an Zeit, Liebe und Mühe.

Diese große Investition bringt meist auch eine große Erwartung an die Person mit sich, für die die Puppe gefertigt wird.

 

Wenn sie für ein Kind bestimmt ist (ich sage im folgenden Text der Einfachheit halber „dein Kind“, natürlich kann es auch dein Enkel- oder Patenkind, dein Neffe, deine Nichte oder das Kind einer Freundin sein), so soll sie hoffentlich zum Lieblingsspielzeug, zur treuesten Weggefährtin werden, die dein Kind um nichts in der Welt mehr hergeben mag.

 

Aber Kinder spielen nicht immer so, wie wir uns das vorstellen.

Spielzeuge aus unser eigenen Kindheit, mit denen wir unsere schönsten Erinnerungen verknüpfen und die wir manchmal vielleicht sogar für unsere Kinder aufbewahrt haben, interessieren diese möglicherweise überhaupt nicht.

Sie haben ihre eigenen Lieblingspielzeuge. Und das ist auch gut so.

 

Es kann also durchaus passieren, dass die mit soviel Herz & Mühe hergestellte Puppe nach zwei Tagen in der Ecke liegt - ich spreche aus eigener Erfahrung.

Es gibt aber sehr wohl einiges, was du tun kannst, um die Beziehung zwischen deinem Kind und der aus Liebe zu deinem Kind und der aus Liebe zu deinem Kind gemachten (oder auch gekauften) Puppe zu fördern. Ihr Gelingen ist kein reiner Glücksfall.

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